30.04.2009 Bostalsee, Walpurgisschlacht

Liebes Tourtagebuch,

Ich verlasse meine heimatliche Wohnstätte um 6:30 Uhr in der Frühe. Nein ich gehe nicht auf Schicht, sondern steige in einen Bielefelder Stadtbus, der mich einige Stationen weiter zu Thomas bringt um dort mit Elke, Karin, McAlbi und Thomas ein Auto zu besteigen, dass mich zum Rasthof Lichtendorf und den Rest direkt zum 470 km entfernten Walburgisschlacht-Festival an den Bostalsee im Saarland bringen soll.

Am Rasthof Lichtendorf treffen wir uns mit dem Rest der Band. Ich steige dort, nachdem ich gefrühstückt und mich von den anderen verabschiedet habe, um in dem Tourbus in dem schon Guido, Arnold, Antje, Madiel und Carmen sitzen. Midge ist heute im eigenem Auto unterwegs und wir werden ihn Backstage treffen. Hört sich alles kompliziert an, ist es aber gar nicht. Der Cromdale-Tross ist eben groß geworden und erfordert inzwischen eine ausgefuchste Logistik.

So steuert Guido den Bus mit Anhänger zum Bostalsee. Der Rest vertreibt sich bei Laptopkino und mehr oder weniger klugen Gesprächen die Zeit. Langeweile will jedenfalls nicht aufkommen. Als wir in die Nähe des Bostalsees kommen und Ausschau nach Wegweisern, die uns zum Festivalgelände führen könnten halten, werden wir jedoch enttäuscht. Sollte es welche gegeben haben, dann haben wir sie jedenfalls nicht gesehen. So ist die Freude jedenfalls groß, als wir nach kleinen Irrfahrten gegen 14 Uhr endlich ankommen.

Booa ey, die ist aber groß. Gemeint ist die Bühne, die wir in ca. 2 Stunden besteigen werden. Selbst Andre, der nette Backliner der Fiddlers, die wir hier wiedersehen und die nach uns spielen werden, wirkt hier gar nicht mehr so riesig wie sonst. Wir bauen unsere Backline auf und bereiten uns mental auf das vor, was noch kommen soll.

Ich gehe erst mal was essen und trinke ein Bierchen. Normalerweise trinke ich vor 18 Uhr ja kein Bier, aber hallo, ich bin um 5:30 Uhr aufgestanden. Es ist bei mir gefühlte 19 Uhr.

Nach Thormesis, einer jungen Metalband, bauen wir kurz um und stehen Ratz Fatz um 16 Uhr auf der Bühne. Die Gemeinde vor der Bühne ist zwar um diese Tageszeit nicht ganz so riesengroß wie man sich das gewünscht hätte, doch die Stimmung ist mal wieder klasse. Nach viel zu kurzweiligen 50 Minuten ist unser Gig leider vorbei. Wir bauen schnell ab und verstauen unser 7 Sachen wieder im Anhänger.

Dann geht es zum Merchstand und unseren "Merchfeen" Karin und Elke. Hier halten wir wieder eine netten Plausch mit den Fans und signieren die ein oder andere CD. Von nun an nehmen wir selbst am Festival teil und schauen uns die Fiddlers, die großartigen apokalyptischen Reiter und JBO an.

Dabei floss dann das eine oder andere Bierchen, sodass letztendlich keiner mehr fahren konnte und Madiels Freundin Carmen den Bandbus zum Hotel steuern musste.

Am nächsten morgen brechen wir um 11 Uhr nach einem tollen gemeinsamen Frühstück im Hotel auf und machen uns auf den langen Heimweg.

Thomas, Karin, Albi und Elke bleiben noch vor Ort. Sie wollen sich noch den ganzen Rest des Hexentanzfestivals geben. So mache ich mir mit den Anderen einen netten Tag im Bandbus auf den weiten Weg in den heimatlichen Norden....

Peter