20.06.2009 Westendorf, Westendorf and Friends

Liebes Tagebuch

Der Ort des Geschehens war gerade mal einige Steinwürfe von unserem Probenraum entfernt, doch zu weit um dem Arnold die Bitte kundzutun, unsere 7 Sachen mit dem Handkarren über die Luftlinie zu ziehen. Das hätte zwar bedeutet, das es endlich mal gelungen wäre, die Atemluft nicht mit stinkenden Gasen zu verseuchen, aber anderseits die Gefahr mit sich gebracht, dass er seinen Leib derart geschunden hätte, dass er die gleichen Gebrechen wie ich selbst davon getragen hätte (siehe oben).

Während also der Rest der Bande alles vorbereitet, liege ich noch in meinen 4 Wänden. Antje unsere Getreue an der Fiddle holt mich von dort ab und bringt mich an die Bühne. Dort darf ich noch die hohe Kunst einer Musik hören und sehen, die so ganz anders ist. Ein Musiker bei Cromdale hat alle Töne in seinem Allerwertesten. Wenn er sie braucht, wandern sie von dort direkt in seine Finger oder in den Rachen. Das ist auch gut so, denn man braucht nichts auswendig zu lernen.

Bei der anderen Musik, die die Gruppe vor uns zum Besten gab, stehen die Töne in Form von Punkten auf 5 Linien geschrieben. Diese zu lesen und in die Finger wandern zu lassen ist eine hohe Kunst. Leider hat diese Form der Darbietung aber den Nachteil, das den Zuhörer/innen bisweilen etwas schläfrig wird. Nicht das sich jemand vor der Bühne in den Schotter gelegt hätte, nein, das wäre auch zu unhöflich. Lieber vertreibt man sich die Zeit mit gesottenem und gebratenem, oder veranstaltet ein fröhliches Saufgelage. Doch stelle ich auch eine Gemeinsamkeit der beiden Arten von Musik fest. In keinen Fall muss man seine Zeit mit Auswendiglernen verschwenden. Die eine kommt eben aus dem Allerwertesten, die andere aus dem Buch..

Nachdem alle genug gegessen und getrunken hatten, dürfen wir endlich die Bühne betreten. Nun was soll ich sagen „Danke Westendorf" Meine Gebrechen sind wie weggeblasen. Ihr seit ein wunderbares Publikum.

Dann gab es auch noch was zu feiern, denn einer von uns hatte Geburtstag. Darum war auch der Merchstand heute nicht nur schön, sondern auch noch feierlich hergerichtet. Leckere Kuchen wurden gereicht und Sekt dazu getrunken und wir ließen den Glücklichen vielfach hoch leben.

So geht wieder ein schöner Abend zu Ende. Danke an meine Band, Ihr habt alle Schlepperei ohne mich machen müssen. Danke Antje, die mich wieder nach Hause gefahren hat.

Hätten wir reisen müssen, würde ich sagen „Westendorf ist immer eine Reise wert“

Peter