06.08.2005 Vechta, Staatsforsten Open Air

Nach einem leckeren Frühstück im gemütlichen Gästehaus in Eigeltingen starten wir schon zur Unzeit von 9 Uhr und begeben uns auf den langen Weg nach Vechta. 680 km liegen vor uns. Mir graut davor. Doch es läuft dann doch viel besser, als erwartet und wir bleiben vor den gefürchteten Staus verschont. Marco laboriert an seinem hochheiligen Geburtstag immer noch an seinem Magen-Darm-Infekt und liegt fast die ganze Zeit dösend auf dem Sitz.

Um 17 Uhr kommen wir auf dem Staatsforsten an. Es liegt mitten in der Pampa. Das Wetter lässt hier sehr zu wünschen übrig und das Gelände droht hier aufgrund des Regens im Schlamm zu versinken. Unser Tourbus muss schon mit schwerem Traktorgerät hinter die Bühne geschleppt werden. Wir verkriechen uns zunächst in eines der Zelte, gönnen uns einen Kaffee und nutzen die Zeit für ein Pläuschen mit dem Veranstalterteam. Bei einem Gang über das Gelände treffen wir Fam. Ücker. In Erinnerung an das Unwetter bei Rock am Teich haben sie uns einen Regenschirm mit dem Cromdale-Schriftzug bemalt. Wo nehmen die bloß die ganzen Ideen für die immer wieder netten Geschenke her. Vielen Dank dafür. Wir beschließen heute möglichst viel vom vorhandenen Equipment zu benutzen, um nicht so viel durch den zum Teil wirklich heftigen Regen schleppen zu müssen. Dieser Regen hat offensichtlich auch viele Besucher daran gehindert, hier überhaupt aufzutauchen. Sehr schade.

Trotz des Regens wird aber hinter der Bühne ein großartiges Büffet aufgetischt. Nach dem Essen machen wir uns daran unsere Show vorzubereiten. Ich werde heute wieder als Jolly Death auftreten, denn Ralf ist natürlich immer noch im Urlaub.

Nach einer kurzen Umbaupause geht dann los. Wer hätte das gedacht. Vor der Bühne toben viel mehr Fans als man vorher erwarten konnte. Es geht eine richtig tolle Party ab und wir haben einen Riesenspaß. Sogar das Loch vor der Bühne, wo der meiste Schlamm war, schließt sich im Laufe der Zeit.

Nachdem wir eingeladen haben, waten wir noch durch den tiefen Schlamm zum Merchstand und anschließend in den Backstagebereich, wo wir noch in gemütlicher Runde sitzen. Die Stimmung hier ist trotz des miesen Wetters gut, obwohl die geringe Besucherzahl förmlich nach Benefiz - Veranstaltungen schreit. Liebes Orgateam, wenn was anliegt, einfach anrufen: Wir sind dabei.

Während der Rest sich verabschiedet, wird unser Bus schon mit Arnold am Steuer an einen unbekannten Ort geschleppt. Sucht Ihr mal im Dunkeln auf einer mehrere Hektar großen Fläche bei Regen einen Sprinter …Voller Schlammspritzer bin ich doch einigermaßen erregt…zudem auch noch mein schönes, warmes Cromdale Kaputzenskirt plötzlich nicht mehr da war. Ich habe es aber gerne dort gelassen, weil sich bestimmt jemand drüber freut. Nach einiger Suche im Dunkeln durch den Schlamm finden wir dann auch unseren Bus. Die 100 km zurück sitzen wir auf einer Backe ab.

Schönes Wochenende – schöne Festivals – viele Nette Menschen. 1500 km Autofahrt sind nichts wenn man sie hinter sich hat.

Peter