02.07.2005 Tübingen, Räte Open Air

Heute geht’s nach Tübingen, der alten und geschichtsträchtigen Universitätsstadt. Das heißt erst mal 550 km im Bus. Wir brechen um 10 Uhr auf und wie durch ein Wunder vergeht diese Fahrt ohne einen einzigen Stau. Eine freundliche Navigationsstimme weist uns diesmal den Weg. Bereits um 16:30 treffen wir auf dem Festivalgelände ein, einem schönen, alten botanischen Garten mitten in der Stadt. Das 7. Räte Open Air hatte schon begonnen. Eine Wahnsinnsbühne ist da aufgebaut – geräumig, geiles Licht – wie für uns gemacht... Wir sind heute Headliner und haben noch etwas Zeit bis zum Beginn unserer Show um 22:30.

Die verbringe ich mit dem üblichen Essen und Trinken und nettem plauschen mit den Leuten vom Veranstaltungsteam und den Musikern der anderen Bands. Zwischenzeitlich macht mir das Wetter etwas Sorgen, denn am Abend beginnt es zu regnen.

Leider ist heute die Karin nicht dabei, die sich ja immer so klasse um unseren Merchstand kümmert. Ich wünsche ihr auch von hier aus noch mal gute Besserung. Wenn so was passiert können wir uns aber auf unseren „Jolly Death“ Ralf und unsere Fans verlassen. Antje alias Nordsternchen und Peter sind heute wieder mal angereist und helfen aus. Dafür vielen Dank. (Schaut doch übrigens mal auf Nordsternchens Homepage http://www.nordsternchens-fotokiste.de.vu vorbei. Sie macht wirklich tolle Fotos.)

Ab 22 Uhr ist die Bühne frei für uns und wir bauen fix auf. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Eine kleine Panne mit Claus Akkordeon wird von einem der Techniker noch rasch behoben und dann geht’s fürchterlich los. Schon als Jolly Death die Bühne betritt, geht die Stimmung steil nach oben. Ich kann das Ende der Menschenmenge kaum noch sehen. Tausende stehen inzwischen vor der Bühne. Ein Wahnsinnsbild. Es wird augelassen getanzt und lauthals mitgesungen. Links vor der Bühne sehe ich viele bekannte Gesichter vom FIS und anderen Gigs vorher – ein schöner Anblick. Wir geben natürlich Alles und haben einen riesigen Spaß auf der Bühne, bis um Mitternacht die Show zu Ende geht. Ein bisschen schade, denn ein solcher Auftritt sollte erst zu Ende sein, wenn alle wirklich ausgepowert sind.

Nach der Show gibt es wieder viele nette Gespräche mit unseren Fans am Merchstand. Der Abbau unserer Backline schiebt sich deutlich nach hinten. Macht ja auch nicht so viel Spaß die Schlepperei.

Als zu später Stunde alles im Bus verstaut ist, werden wir dann zu unserem Nachtquartier gebracht. Schade, dass wir statt den ersehnten Betten nur das bei Musikern gefürchtete Matratzenlager vorfinden. Gut geschlafen und wohlgefühlt hat sich da sicherlich niemand von uns.

Wir stehen am nächsten Morgen relativ früh auf und gönnen uns daraufhin etwas Gutes, nämlich ein schickes Frühstück mit Neckarblick. Auf dem Weg zum Bus treffen wir noch das Nordsternchen und Peter, die auch gerade auf dem Weg zum Frühstück sind. Nach einem kleinen Plausch auf der Straße verabschieden wir uns und rauschen gen Heimat.

Peter