29.07.2005 Melle-Neuenkirchen, Rock am Teich

Echtes Heimspiel bei uns vor der Tür. Ich Reise heute die 20 km von Bielefeld mit Antje und Ihrer Familie an. Sie ist heute unser Gast an der Fiedel, die sie ja auch schon bei einigen Stücken unserer neuen Produktion „Out of the Dark“ gespielt hat. Nun ist sie auch mal live mit dabei. Ich freu mich drauf. Auf der Fahrt reden wir dann viel übers Wetter. Nicht das wir uns sonst nichts zu sagen gehabt hätten, doch die Unwetterwarnungen waren heute nicht zu überhören. Wir hoffen also auf das Wunder, davon verschont zu bleiben. Es sieht bis jetzt gut aus und wir beschließen erst mal ruhig zu bleiben

Rock am Teich ist für uns ein bisschen das Wohnzimmer. Es findet zum 13. Mal statt und wir haben alle schon mit den verschiedensten Formationen dort gespielt. Ich selbst stehe hier zum 12. Mal auf der Bühne. Mit Cromdale ist es bereits das dritte Mal.

Das Festival ist ein Umsonst und Draußen. Der Erlös geht an Projekte in der 3. Welt, zu denen es einen persönlichen Bezug gibt. Darum spielen hier alle Bands ohne Gage. Benefiz also. Harvi hat wieder mal seine Wiese und Stoppelfelder zur Verfügung gestellt und das Team hat tagelang geschuftet. Respekt !!!

Wir spielen heute um 22:30 Uhr und ich nutze die Zeit bis dahin für einige nette Unterhaltungen. Als Crossing Green ihren Auftritt beendet hat, bauen wir sehr zügig um. Wir brauchen dafür eine viertel Stunde. Dann geht es los. Die Wiese vor uns ist inzwischen richtig gut gefüllt. Wieder sind viele bekannte Gesichter da. So ist unter anderem die Familie Ücker versammelt, Nordsternchen aus Erlangen, Phibi aus Kiel , Ruth und Claus aus dem Schwabenländle haben weite Wege auf sich genommen, um uns hier zu sehen. Dafür gibt es noch ein dickes Dankeschön!!

Ab dem ersten Stück wird vor der Bühne ausgelassen getanzt. Nach einer viertel Stunde sehe ich dann Dutzende von Fans weglaufen und als ich genauer hinschaue, sehe ich dann das Malheur. Die Wetterfrösche hatten also doch Recht behalten. Es goss wie aus Eimern. Aber vor der Bühne gab es noch sehr viele ganz Tapfere. Wir versuchen uns also vom Wetter nicht runterziehen zu lassen und feiern mit den Fans eine grandiose Duschparty. Mit Sorge nehme ich zwischendurch das Sprotzeln auf der rechten PA Seite zur Kenntnis. Hoffentlich geht das gut. Nach einigen Zugaben bei denen die Nässe auch uns erreichte – waren da etwa Löcher im Dach der Bühne? – verlassen wir erschöpft die Bühne. Da kam sofort die schlechte Nachricht. Die letzte Band, Honigdieb konnte nicht mehr spielen, da die PA nun endgültig abgesoffen war. Schade, die hätte ich mir gerne noch angesehen. Was dieses Unwetter nun wirklich angerichtet hatte, wurde uns erst richtig klar, als wir von der Bühne gingen. Überall stand knöcheltief Wasser. Gut, dass der Regen deutlich weniger wurde als wir unsere Sachen eingeladen haben. Nun, wir hatten trotz Unwetter unseren Spaß. Antje hat bei drei Stücken eine tolle Geige gespielt – auch dafür ein Dankeschön!! Ich hoffe der Schaden, den der Regen angerichtet hat, war nicht zu groß.

Meine Freundin Regine hat mich dann mit nach Bielefeld genommen. Wasserski Fahren war nichts dagegen............

Peter