05.08.2005 Eigeltingen, Rock am Bach

Der Blick auf die Karte deutet auf einen ganz langen Weg hin. Wir haben nicht weniger als 660 Km vor uns. Start ist schon in der Früh um 9:00 Uhr ab Proberaum Dören. Ich gebe zu, dass die Aussicht auf 7 Stunden Tourbus mich nicht gerade mit Entzücken erfüllt, drohen doch hinter jeder Kurve Staus und zähfließender Verkehr. Doch davon bleiben wir dem Himmel sei Dank verschont, so dass wir schon um 16:30 Uhr bei unserer Unterkunft in Eigeltingen ankommen. Wir machen uns ein wenig frisch und fahren dann zum Festivalgelände von Rock am Bach.

Sieht ganz schick aus die Wiese am Bach! Schöne große Bühne, ewig lange Biertheke, super Anlage und nette Menschen, die für uns sorgen. Als erste Band des Abends, wir sollen um 20 Uhr spielen, bauen wir in Ruhe auf und machen einen Soundcheck. Super Bühnensound . Respekt dem Mann an Monitormix. Die verbleibende Zeit nutze ich, um mich auf meinen Auftritt als Jolly Death vorzubereiten, denn Ralf ist heute nicht dabei. Er hat Urlaub. Regine hat mir eigens dafür eine hübsche Gipsmaske gefertigt. Von hier aus noch mal vielen Dank dafür.

Pünktlich um 20 Uhr beginnen wir mit unserer Show. Als ich aus dem dichten Nebel mit meinem Jolly Death Kostüm mit brennender Fackel an den Bühnenrat trete, um die Standfackeln anzuzünden, vermisse ich ein wenig das vorne stehende Publikum. Es sind halt zu dieser Stunde noch nicht so viele da und die wenigen haben es sich erst mal vor den Biertheken gemütlich gemacht. Das soll im Laufe der Show aber noch ändern, denn unsere Töne locken dann doch immer mehr Fans vor die Bühne. Wir haben jedenfalls unseren Spaß und es klingt einfach klasse. Nach einigen Zugaben verlassen wir die Bühne und machen fix Platz für die Nächsten. Soll ich jetzt etwa schon wieder was zum Essen schreiben? Soll ich lügen und sagen, wir hätten nicht gegessen? OK. - Wir haben nicht gegessen diesmal. Nicht, dass nichts da gewesen wäre, oder dass der Schweinsbraten nicht lecker ausgesehen hätte. Ne, einfach keine Lust gehabt und die Zusatzportion von Ralf, der nicht dabei war, habe ich persönlich an die Fische im Bach verfüttert. Genauso war es. !.

Keine Fabel ist, das Marco, der mit uns zu späterer Stunde seinen Geburtstag feiern wollte, einen Semmelknödel partout nicht mehr essen wollte und während der Rest sich noch , ein wenig auf dem Gelände vergnügt, liegt der Gute schon mit Magen-Darmkrämpfen auf dem Rücksitz unseres Tourbusses. Schade Marco wir hätten gerne mit Dir angestoßen, wo Du für diesen Anlass doch extra Qualitätssekt besorgt hattest....:-)

Pünktlich um Mitternacht fahren wir dann, laut ein Geburtstagsständchen singend, vor dem Hotel vor. Der allgemeine Entschluss, sich sofort hinzulegen und nicht mehr zu feiern, kam spontan, aber aus gegebenem Anlass nicht überraschend. Wir hoffen alle, dass Marco wieder Fit wird und wüschen ihm gute Besserung, denn Morgen gehtís nach Vechta.

Peter