29.04.2006 Frankenberg, Klimperkasten

Ha, es geht wieder los. Wir fahren nach Frankenberg an der Eder. Ich kenne diesen schönen Ort noch von vor 2 Jahren, als ich dort mit meinem Fahrrad den Ederauenradweg gefahren bin. Der Thomas war als kleiner Bub in diesen Highlands mal zu Hause. So könnte man fast sagen, dass wir auf dem Weg zu unseren Wurzeln sind. Ist vielleicht ein wenig übertrieben.

Wir folgen heute überhaupt nicht der Navigation, denn Thomas kennt natürlich einen viel kürzeren Weg... So machen wir ausgiebig Sightseeing in den schönen Sauerländer Bergen und staunen über die wahrlich schöne Gegend, in der unser Thomas einst das Licht dieser Welt erblickte. Kurz vor Frankenberg kommen wir durch einen Ort namens Züschen und dürfen da bestauen, wie das Volk der Sauerländer zu feiern pflegt, denn der Straßenverkehr kommt hier fast zum erliegen. Die Männer tragen hübsche Uniformen, lustige Hüte mit Gamsbärten, und sind dabei bis an die Zähne bewaffnet. Die Frauen haben ihre schönsten Kleider aus den Schrank geholt. Viele haben schon von dem Gerstensaft genascht, der so schön lustig macht. Als das Ortsschild in Sichtweite ist, löst sich der Stau rasch auf und wenig später sehen wir im Tal vor uns das schöne Frankenberg liegen.

Unser Auftrittsort, der Klimperkasten ist dann schnell gefunden. Wir spielen dort im Rahmen eines Nightgroove Kneipenfestivals. Das heißt kein 2 Stunden Konzert in einem Rutsch, sondern 5 Sets a 45 Minuten. Das ist hart. Als wir die Bühne sehen, taucht natürlich die Frage aller Fragen auf. Wir sollen wir da bloß alle draufpassen? Nach einigem hin und her haben wir dann die passable Lösung. Es klingt jedenfalls gut. So langsam tauchen auch unsere treuen Fans auf. Viele von ihnen hatten ihr Kommen schon vorher angekündigt. Das gibt schon mal ein gutes Gefühl.

Gegen 20 Uhr liefert uns der Veranstalter erst mal bei einem noblen Italiener ab, damit wir noch in Ruhe eine Mahlzeit einnehmen können.

Pünktlich um 21 Uhr stehen wir dann, fein rausgeputzt, auf der Bühne. Thomas und ich weihen heute unsere neunen Kilts ein, die Gaby (www.syriel.de) extra für uns angefertigt hat. Toll sind sie geworden. Vielen Dank dafür. Der Klimperkasten ist ja eine enge Kneipe und dementsprechend ist heute der Kontakt zu den Fans besonders innig. Das hat ja auch was für sich. In den Pausen zwischen den Sets gibt es reichlich Zeit für viele nette Gespräche und während wir spielen, wird mächtig abgerockt. Wir spielen heute auch Stücke, die wir schon lange nicht mehr dabei hatten oder sogar noch nie live gespielt haben. Das letzte Set zu sehr später Stunde wird dann noch zum Wunschkonzert. Thors Hammer wird demnächst nach Island auswandern, doch vorher gibt es noch ein Wiedersehen beim FIS.

Es ist schon hell, als wir am Proberaum unsere 7 Sachen wieder ausladen und daheim angekommen ist es 7 Uhr. Schön war es und viel Spaß hat es gemacht.

Peter