23.07.2005 Mülheim / Ruhr, Burgfolk Festival

Heute fahren wir nach Mühlheim an der Ruhr. Das ist nicht ganz so weit. Wir starten aber schon um 8:30 ab Bielefeld, denn unsere Auftrittszeit ist heute schon um 13:00 Uhr. Das ist für unsere Verhältnisse ziemlich früh und ich bin entsprechend aufgeregt. Ein so hochkarätig besetztes Festival zu eröffnen, stelle ich mir schon sehr schwierig vor - vor allem, wenn es dann auch noch so früh am Tage ist....

Um 11.00 Uhr treffen wir dann im Burghof von Schloss Broich zu Mühlheim ein. Hier strotzt alles vor Professionalität. Doch das Schöne ist, dass trotzdem alle supernett sind. Zu meiner großen Freude treffen wir Christoph, unseren früheren Soundmenschen aus der Zeit als Arnold und ich noch mit den Pepperoni Passengers gerockt haben. Er wird uns hier und heute unseren Monitorsound mixen – sehr schön. Kräftige Männer laden unseren Bus aus. So können wir unsere zarten Musikerhändchen für ihre späteren Aufgaben schonen.

Colin trifft auch rechtzeitig ein und ist sehr erfreut zu hören, dass wir ihn heute nicht mit einem 5 Minuten-Intro mit der Sack Pfeife quälen werden. Der Aufbau geht zügig von statten und ehe wir uns versehen und noch mal über das Thema 13 Uhr nachdenken können, stehen wir schon umgezogen mit unseren Instrumenten in der Hand vor einem großen und tollen Publikum im Burghof. Alle Aufregung wegen der frühen Anfangszeit war also umsonst. Im Nu ist die Stimmung oben und alles fühlt sich nach 21 Uhr an. Vor der Bühne wieder viele bekannte Gesichter. Liebe Fans - Ihr seid klasse. Manchmal denke ich, wir haben nur noch Heimspiele. Nach viel zu kurzen 40 Minuten ist unsere Show schon zu Ende. Gerne hätten wir doppelt so lange gespielt, aber der Zeitplan ist eng. Vorhänge gehen auf. Marcos Drumset wird samt Podest nach hinten geschoben, das von 44 Leningrad fertig verkabelt nach vorne und nach gerade mal 10 Minuten Umbaupause geht’s dann weiter. Wir gesagt, es strotzt vor Professionalität.

Nach unserem Auftritt gehe ich erst mal Mittagessen. Ich finde ein Büffet vom Feinsten vor und vergesse fast meine (Fr)essgrenze. Superlecker. Jeden Tag so ein Essen und meine 65 Kg wären ernsthaft in Gefahr. Wir treffen viele nette Kollegen und es wird ausgiebig geplaudert. Zwischendurch schauen wir immer mal bei unserem Merchstand vorbei. Karin hat gut zu tun heute, denn der Stand kann für den gesamten Verlauf des Festivals stehen bleiben.

Beim Auftritt der Fiddlers entdecken Arnold und ich den Veranstalter Michael, wie er genüsslich in einem der oberen Burgfenster des Backstagebereichs liegt und zufrieden auf seine Gemeinde schaut. Der Genuss sein ihm gegönnt. Er hat mit seinem netten Team eine Superveranstaltung auf die Beine gestellt.

Nach vielen herzlichen Verabschiedungen machen wir uns um Mitternacht auf den Rückweg. Diese dauert ein wenig länger, denn eine Person aus unserem Kreise hatte ein wenig zuviel gefeiert und musste sich unterwegs auf 2 Parkplätzen auf etwas ungewöhnliche Art Erleichterung verschaffen.... Es gab halt einen kleinen Erfolg zu feiern.

Fazit dieses Tages: Ein ERSTESAHNEFESTIVAL mit klasse Fans, tollen Bands und Superatmosphäre.

Dürfen wir sagen das wir gerne wiederkommen? – Wir sagens mal .....

Peter